Smarte Straßenbeleuchtung in den REGIONNECT.-Kommunen
Mehr Sicherheit, weniger Energieverbrauch – intelligente Beleuchtung für den ländlichen Raum
Im Rahmen des interkommunalen Projekts REGIONNECT. werden in den Kommunen Neukirchen, Oberaula, Ottrau, Schrecksbach und Willingshausen erste Testfelder für smarte Straßenbeleuchtung umgesetzt. Ziel ist es, moderne Lichttechnik unter realen Bedingungen zu erproben und herauszufinden, wie sich Energieverbrauch, Sicherheit und Lebensqualität sinnvoll miteinander verbinden lassen.
Was ist smarte Straßenbeleuchtung?
Smarte Straßenbeleuchtung bedeutet, dass sich Straßenlaternen bedarfsgerecht an ihre Umgebung anpassen. Statt dauerhaft mit gleicher Intensität zu leuchten oder nachts komplett abgeschaltet zu werden, reagieren die Leuchten auf ihre Umgebung:
- Bewegungsgesteuert: Licht wird heller, wenn sich Personen oder Fahrzeuge nähern
- Verkehrsabhängig: Beleuchtung passt sich dem Verkehrsaufkommen an
- Vernetzt: Mehrere Leuchten arbeiten zusammen und sorgen für gleichmäßige Ausleuchtung
- Digital gesteuert: Alle Daten werden zentral erfasst und ausgewertet
So entsteht genau dort Licht, wo es gebraucht wird – nicht mehr und nicht weniger.
Warum setzen wir auf Smart Lighting?
In vielen Bereichen unserer Kommunen wird die Straßenbeleuchtung aus Energiespargründen nachts reduziert oder komplett abgeschaltet. Das spart zwar Strom, führt aber häufig zu Unsicherheiten im öffentlichen Raum.
Mit der smarten Straßenbeleuchtung gehen wir einen neuen Weg:
Mehr Sicherheit
- Beleuchtung bei Bedarf – z. B. bei Bewegung
- Besseres Sicherheitsgefühl in Wohngebieten und auf Wegen
- Gleichmäßige Ausleuchtung statt punktueller Dunkelheit
Mehr Lebensqualität
- Öffentlicher Raum bleibt auch nachts nutzbar
- Orientierung und Sichtbarkeit werden verbessert
Mehr Nachhaltigkeit
- Energieeinsparung durch bedarfsgerechte Steuerung
- Reduzierung von CO₂-Emissionen
- Insektenfreundlichere Beleuchtung durch geringere Lichtintensität
So funktioniert die Steuerung
In den REGIONNECT.-Kommunen kommen zwei zentrale Steuerungsarten zum Einsatz:
Verkehrsabhängige Steuerung
- Einsatz vor allem an stärker befahrenen Straßen
- Erfassung des Verkehrsaufkommens über Sensoren
- Dynamische Anpassung der Helligkeit entlang ganzer Straßenzüge
Bewegungsabhängige Steuerung
- Einsatz in Wohngebieten und Nebenstraßen
- Leuchten reagieren auf Fußgänger oder einzelne Fahrzeuge
- Mehrere Leuchten sind miteinander verbunden und schalten gemeinsam
Die Testfelder in den REGIONNECT.-Kommunen
Um die Technologie umfassend bewerten zu können, werden in jeder Kommune drei unterschiedliche Testfelder umgesetzt:
- Bundesstraße (hohes Verkehrsaufkommen)
- Anliegerstraße (mittleres Verkehrsaufkommen)
- Wohngebiet (geringes Verkehrsaufkommen)
Ziel ist es, die Wirkung der smarten Beleuchtung unter unterschiedlichen Bedingungen zu vergleichen und daraus konkrete Handlungsempfehlungen für die Zukunft abzuleiten.